Meine Video-Informationen Vom 27. März 2021

Heutige Themen:

Aktuelle Informationen zu Corona und den Ereignissen der vergangenen Woche in Voerde.

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Meine Video-Informationen Vom 07. März 2021

Heutige Themen:

Aktuelle Infos aus dem Rathaus Voerde zu Corona, zur Stromtrasse A-Nord und zur Entwicklung der Rathausimmobilie.

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Videogruss und Informationen Vom 06. Februar 2021

Heutige Themen:

– Ausbau der Betuwe-Strecke – Abschnitt Friedrichsfeld
– Spatenstich beim TV Voerde
– Brand im Pflegeheim St. Christophorus
– Corona (Impfungen, Transport, Masken und Elternbeiträge
– Karneval

Infos zu den Fahrtmöglichkeiten ins Impfzentrum:

– ansässige Taxiunternehmen
– DRK Kreisverband Dinslaken/Voerde/Hünxe 02064-446817 (zw. 9.00 und 15.00 Uhr)

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Großer Dank an alle Einsatzkräfte und Unterstützer vor Ort

Großer Dank an alle Einsatzkräfte und Unterstützer vor Ort

Dank des beherzten Einsatzes aller beteiligten Hilfsdienste und der hervorragenden Zusammenarbeit konnte das Schlimmste verhindert werden.
Die Einssatzkräfte der Feuerwehr konnten mit maßgeblicher Unterstützung durch die Polizeikräfte vor Ort alle 79 Bewohnerinnen und Bewohner schnell und wohlbehalten evakuieren. DRK und Johanniter haben den Sanitäts- und Versorgungsdienst professionell gemanagt. Schnell waren beheitze Zelte auf dem Marktplatz Friedrichsfeld aufgebaut, so dass alle eine angemessene Erstversorgung erhalten haben.

Ein ganz großer Dank an die Bäckerei Jöhren und den Edekamarkt Stepper, die nicht nur ihre beheitzen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, sondern ganz selbstverständlich für warme Getränke und Verpflegung gesorgt haben. 

Nach der Erstversorgung wurden dann alle Betroffenen zum Gymnasium Voerde gefahren und weiter versorgt. Von hier aus fand dann über ein eigens eingerichtetes Büro und eine geschaltete Hotline die Information der Angehörigen sowie mit Unterstützung der Heimaufsicht des Kreises Wesel die Vermittlung dem jeweiligen Pflegebdarf entsprechender Plätze in anderen ortsnahen Einrichtungen statt. Für alle konnte so schnell ein geeigneter Platz gefunden werden.

Danke an die aufnehmenden Einrichtungen, danke an alle eingesetzten Hilfsdienste und die Feuerwehr-Unterstützungsdienste aus Wesel und Dinslaken sowie an die Polizei und auch ein großes Lob an die Pflegekräfte der Einrichtung St. Christophorus für das professionelle Begleiten und Organisieren. 

So traurig der Einsatz auch war, er zeigte wieder einmal, wie gut hier zusammengearbeitet wird und wie sehr sich die Voerder Bürgerinnen und Bürger auf Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei verlassen können. Und ohne das Ehrenamt wäre das alles gar nicht leistbar. 

Hut ab und großer Respekt vor so viel Einsatz, Leistung und Zusammenhalt!!!

Nun hoffen wir gemeinsam, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern in ihren neuen Umgebungen gut geht und dass sie und ihre Angehörigen zur Ruhe kommen können.

Weihnachts- und Neujahrsgruß

Weihnachts- und Neujahrsgruß

Liebe Voerderinnen, liebe Voerder,

das „Corona-Jahr“ 2020 war und ist unzweifelhaft außergewöhnlich und herausfordernd. Es hat uns allen erhebliche Einschnitte und Beeinträchtigungen und manchen auch persönliche Schicksalsschläge bereitet. Zwar sind nicht alle in gleichem Maße betroffen, aber die Folgewirkungen werden uns alle über viele Jahre begleiten – wirtschaftlich und auch gesellschaftlich.

Das Corona-Virus hält die Welt nun schon seit gut einem Jahr fest im Würgegriff. Wer gehofft hatte, dass nach dem ersten Lockdown und der Entspannung über die Sommermonate die Zeit bis zur Verfügbarkeit geeigneter Impfstoffe gut überbrückt werden könne, wird nun auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir verzeichnen sogar vereinzelt Infektionszahlen von deutschlandweit über 30.000 – pro Tag wohlgemerkt. Die zweite Welle trifft uns noch wuchtiger, das Virus ist außer Kontrolle geraten und bringt viele Menschen an den Rand der Leistungsfähigkeit – viele sogar darüber hinaus!

Der erneute, harte Lockdown wurde notwendig, nachdem der Teil-Lockdown im November nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte. Erfreulicherweise werden die nun verhängten Maßnahmen vom größten Teil der Bevölkerung als notwendig erachtet und mitgetragen. 

Entscheidend für die kommenden Wochen wird sein, dass wir alle die verordneten Maßnahmen beherzigen. Nur wenn wir unsere Kontakte soweit es geht reduzieren, wenn wir uns streng an die Abstands- und Hygieneregeln halten und konsequent unsere Masken tragen, können wir die Infektionszahlen deutlich senken, um unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung im neuen Jahr zu bewahren. Wir sind es nicht nur den Alten und Kranken schuldig, sondern auch den vielen Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen!

Auch wenn nun kurzfristig die Impfungen beginnen werden, wird unsere Solidarität und Disziplin noch eine lange Zeit gefordert sein, bis ein wirksamer Schutz der gesamten Bevölkerung entsteht. Voraussetzung dafür ist aber zunächst, dass sich der größte Teil der Bevölkerung auch impfen lässt. Ich kann verstehen, dass sich Menschen Sorgen machen, ob die neuen Impfstoffe auch sicher sind und ihre Schutzwirkung entfalten. Ich vertraue aber in unser europäisches Gesundheitssystem und darauf, dass ein Impfstoff erst zugelassen wird, wenn er sicher ist. Das unterscheidet unser Gesundheitssystem von dem in einigen anderen Ländern außerhalb der EU.

An diejenigen, die sich – vielleicht beeinflusst von Querdenkern, vielleicht auch in der von außen unbeeinflussten Sorge – nicht impfen lassen wollen, richte ich den dringenden Appell, dies noch einmal zu überdenken. 

Solidarität ist gerade in diesem Jahr ein häufig beanspruchter Begriff, aber sie ist gerade bei der Impffrage die Grundvoraussetzung dafür, dass wir im kommenden Jahr wieder die so schmerzlich vermisste Normalität zurückgewinnen können. 

Damit meine ich nicht nur unsere persönlichen Freiheiten, die wir alle momentan so sehr vermissen. Solidarität heißt neben der Impfung, dass wir Verantwortung übernehmen – Verantwortung dafür, 

  • dass Geschäfte, Restaurants, Gaststätten, Sportbetriebe, Kulturschaffende und viele andere wieder Fahrt aufnehmen und in ihrer Existenz gesichert werden können, 
  • dass Menschen ihren Job behalten bzw. den bereits verlorenen zurückbekommen, 
  • dass Kinder wieder mit gleichen Chancen auf Bildung uneingeschränkt unsere Kitas und Schulen besuchen können, 
  • dass die zur Rettung ganzer Branchen notwendigen Hilfspakete nicht ins Unermessliche steigen, damit die vielen Milliarden Euro „Corona-Schulden“ unsere nachfolgenden Generationen nicht unnötig belasten, 
  • dass die Beschäftigten in allen so genannten systemrelevanten Berufsgruppen mal wieder zur Ruhe kommen können und schließlich, 
  • dass wir durch unsere Rücksichtnahme die Gesundheit oder gar das Leben anderer nicht gefährden.

Viele Menschen – auch in Voerde – beherzigen dies alles vorbildlich und leisten darüber hinaus wichtige Unterstützungsarbeit im Ehrenamt. Vielen Dank dafür!

Die aktuelle Corona-Situation zwingt uns, dass wir Weihnachten und den Jahreswechsel in anderer Form erleben werden als wir das gewohnt sind. Es ist – insbesondere für die älteren Menschen – sehr schmerzlich, dass wir Verwandte und Freunde nur sehr reduziert oder gar nicht treffen können und damit Familientraditionen durchbrechen müssen. Ich nehme wahr, dass die politisch Verantwortlichen diese Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen haben, sondern hart gerungen wurde und am Ende nicht anders entschieden werden konnte.

Ich bitte sehr um Ihr Verständnis und hoffe auf Ihre Unterstützung. 

Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.

Mahatma Gandhi

Diese Worte von Mahatma Gandhi habe ich zum diesjährigen Leitsatz meiner Weihnachtsgrüße gewählt. Denn neben verantwortungsvollem Verhalten wird eine entscheidende Frage für die Zukunft sein, welche Schlussfolgerungen wir aus der Corona-Pandemie ziehen und welche Veränderungen wir für unser Zusammenleben im Positiven gemeinsam daraus ableiten werden.

Es liegt in unserer Hand, dass wir die positiven Dinge, wie das starke Miteinander und die Solidarität füreinander, aus dieser Krise mitnehmen und die Probleme, die durch die Pandemie zu Tage getreten sind, aufgreifen und beseitigen. 

Keiner von uns hat dafür eine „Musterlösung“ in der Schublade, aber eigentlich wissen wir bereits jetzt, worauf es ankommt: 

  • Wir müssen viele Berufsgruppen, die die Stütze unserer Gesellschaft sind und die in Krisensituationen besonders wichtig sind, nicht nur mehr wertschätzen, sondern auch personell besser ausstatten und attraktiv entlohnen. Beispielhaft nenne ich hier die Pflegeberufe in Krankenhäusern und in der Altenpflege sowie die Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas. Allen dort Beschäftigten muten wir gerade einiges zu. Wir applaudieren und danken für deren Einsatz, aber sind wir auch bereit, diese Leistungen angemessen zu bezahlen, wenn wir die Pandemie überwunden haben?
  • Wir müssen die Vorzüge unserer Demokratie und unsere Werteorientierung stärker in den Vordergrund stellen, denn sie sind gemeinsam mit einer solidarischen Gesellschaft das Fundament für ein gedeihliches Zusammenlaben. Dazu gehört auch, dass wir nicht den Lautstarken, die nicht zur Problemlösung beitragen wollen, sondern unsere Demokratie destabilisieren wollen, die Meinungsführerschaft überlassen. Nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame müssen wir stärken und uns darauf besinnen, wie wir nicht nur zum Wohle von uns selbst, sondern zum Wohle aller handeln.

Ich richte meinen großen Dank an all diejenigen, die sich in Beruf und Familie sowie ehrenamtlich aufopferungsvoll für andere einsetzen, obwohl sie im privaten Umfeld häufig selbst vor enormen Herausforderungen stehen. Eine Aufzählung der relevanten Gruppen birgt immer die Gefahr, dass nicht alle erwähnt werden, die es verdient haben. Dennoch nenne ich hier bewusst die vielen Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie in der ambulanten Pflege, die Beschäftigten im Einzelhandel und im gesamten Dienstleistungsbereich, Polizei, Feuerwehr und alle Hilfsdienste, die Erzieherinnen und Erzieher in unseren Kitas und das Lehrpersonal in unseren Schulen sowie die Beschäftigten in den Rathäusern, die ebenfalls Enormes leisten. Und ich nenne bewusst die vielen Eltern, die in der extremen Doppelbelastung von Beruf und Betreuung ihrer Kinder bei Ausfall von Kita oder Schule manchmal nicht mehr wissen, wie sie das meistern sollen. Gott sei Dank gibt es viele verständnisvolle Arbeitgeber, die großes und nicht selbstverständliches Entgegenkommen zeigen.

Ich bin mir sicher, dass wir die Chance haben, die Krise zu meistern und am Ende sogar gestärkt daraus hervorgehen können, indem wir ganz im Sinne Gandhis heute das Richtige tun, um die Zukunft zu gestalten.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, die nötige Zuversicht und ein gutes und hoffentlich gesundes Jahr 2021!

Ihr
Dirk Haarmann
Bürgermeister

Ansprache zur konstituierenden Ratssitzung am 03. November 2020

Ansprache zur konstituierenden Ratssitzung am 03. November 2020

Sehr verehrte Mitglieder des neuen Rates der Stadt Voerde, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Gestatten Sie mir, zu Beginn der 17. Ratsperiode der Stadt Voerde trotz der Corona-Bedingungen und der daraus abgeleiteten Maßgabe, den Sitzungsverlauf so kurz wie möglich zu halten, einige Worte an Sie zu richten.

Ich heiße Sie und Euch alle herzlich im sich heute konstituierenden Stadtrat herzlich willkommen!

Die Wählerinnen und Wähler der Stadt Voerde haben Ihnen, Euch und mir als ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter den gemeinsamen Auftrag gegeben, dass wir uns gemeinsam für ihre Belange und zum Wohle unserer Stadt Voerde einsetzen. 

Mit diesem Auftrag setzen sie für die nun beginnende 5-jährige Ratsperiode großes Vertrauen in uns und unsere Arbeit. 

Dabei ist der Stadtrat mit 6 Fraktionen und einem Einzelvertreter jünger und vor allem bunter geworden. Und trotz zwischenzeitlicher Versuche zur Verkleinerung des Stadtrates hat der neue Rat aufgrund zweier zu bildender Überhangmandate sogar 2 Sitze mehr als der alte! 

Die neuen politischen Kräfte und die neuen Ratsmitglieder in den übrigen Fraktionen werden die Arbeit in diesem Gremium bereichern. Ich freue mich sehr auf die nächsten 5 Jahre gemeinsam mit Ihnen und Euch. 

Besonders freut mich, dass sämtliche Fraktionen und alle Ratsmitglieder fest auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und sich klar gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und die Spaltung unserer Gesellschaft aussprechen. Man mag es 75 Jahre nach Ende der Nazidiktatur eigentlich kaum glauben, aber dies ist leider nicht mehr selbstverständlich.

Zunächst einmal möchte ich allen dafür danken, sich dieser großen Verantwortung zu stellen und sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in der politischen Arbeit zu engagieren. Viele von Ihnen und Euch tun dies bereits seit vielen Jahren. 

Selbstverständlich ist das beileibe nicht, denn mit diesem Engagement ist auf der einen Seite viel Herzblut verbunden, auf der anderen Seite erfordert es  unzählige Stunden an Arbeit – Stunden, die durch die gewährten Aufwandsentschädigungen bei Weitem nicht kompensiert werden.

Nur, wer sich selbst politisch engagiert, weiß, wie viel Zeit für Partei-, und Fraktionsarbeit, Ausschuss- und Ratssitzungen zu investieren ist. 

Dieses Engagement ist umso mehr zu würdigen, als dass die politische Arbeit in Teilen der Bevölkerung im Vergleich zu früheren Jahren weniger akzeptiert und wertgeschätzt wird und das Ansehen von Politikerinnen und Politikern abnimmt.  Mancherorts wird von Beschimpfungen und Beleidigungen von Politikerinnen und Politikern berichtet, und die soziale Netzwelt schaut zu. Damit macht erfahren diese Umgangsformen schleichend eine gewisse Normalität. 

Glücklicherweise ist dies in Voerde noch nicht so massiv geschehen, doch zeigen insbesondere die Beiträge und Kommentierungen in den sozialen Medien auch hier eine deutliche Verrohung der Sprache und des Umgangs miteinander. Unabhängig vom Ausgangsthema wird allzu häufig die Ebene des sachlich – inhaltlichen Diskurses verlassen und nur noch die andere Person selbst ist Gegenstand der Auseinandersetzungen.

Die Gründe dafür sind vielschichtig, diese Entwicklung ist das Ergebnis gesellschaftlicher Veränderungen insgesamt. Sie ist aber auch ein Indikator für eine steigende Unzufriedenheit in Teilen der Bevölkerung, häufig gepaart mit Zukunftsängsten. 

Viele sorgen sich wie sich die Dinge in den kommenden Jahren weiter entwickeln werden. 

In dieser Konstellation haben Sie sich und habt Ihr Euch zum politischen Engagement und dafür entschieden, sich für das Wohl der Menschen in Voerde einzusetzen. Die treibenden Kräfte sind dabei der Glaube an die Potenziale unserer Stadt und der feste Wille, mit den eigenen Ideen und Überzeugungen unsere Heimat positiv zu entwickeln.

Die Aufgaben und Herausforderungen in Voerde für die kommenden 5 Jahre sind vielfältig und für eine Stadt unserer Größenordnung durchaus nicht alltäglich. Ich kann hier nur einige erwähnen:

  • Mit der Entwicklung der Kraftwerksfläche in Möllen werden wichtige Weichen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung sowie für die Entwicklung Voerdes als Lebensmittelpunkt der Menschen gestellt. Hier gilt es, mit Geschlossenheit und einem festen Willen, aber auch mit guten Argumenten für unsere Interessen zu streiten.
  • Für die auskömmliche und damit gerechte Finanzierung der Kommunen zur Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben, verbunden mit einer Übernahme der kommunalen Kassenkredite, kämpfen wir gemeinsam schon seit Jahren. Wenn wir das nüchtern betrachten, konnten wir unsere finanzielle Situation mit eigenen Anstrengungen und mit ersten Verbesserungen in den Finanzzuweisungen von Bund und Land bereits verbessern. 

Wir sind aber lange noch nicht an dem Punkt angelangt, wo wir mit vergleichbaren Steuerhebesätzen einen langfristigen Haushaltsausgleich erreichen, geschweige denn die doch eigentlich notwendigen Gestaltungsspielräume gewinnen können. 

Im Gegenteil: durch Corona werden neue, bisher noch nie gekannte kommunale Haushaltslöcher entstehen, ohne dass erkennbar ist, wie wir dabei angemessen unterstützt werden. Das Thema Altschuldenlösung ist dabei mal eben unter den Teppich gekehrt worden.

  • Die Auswirkungen der Coronakrise werden auch Voerde nachhaltig beeinflussen. Wir wissen noch nicht, welche langfristigen Schäden die heimische Wirtschaft verkraften muss, welches Restaurants, welche Kneipe und welche Geschäfte und Betriebe dauerhaft schließen müssen. 

Wie schnell können wir uns von den wirtschaftlichen Schäden erholen?

Gerade in der Coronakrise zeigt sich, wie stark der Zusammenhalt und die Solidarität in unserer Gesellschaft wirklich sind. 

  • Die Entwicklung der Potenzialimmobilie am Marktplatz ist eine wichtige Voraussetzung für eine Belebung der Innenstadt. Mit dem Neubau der Südzeile ist ein guter Anfang gemacht, nun muss die Entwicklung der Westzeile folgen. Dies wird nur funktionieren, wenn Politik und Verwaltung weiterhin bereit sind, Zugeständnisse zu machen. 
  • Wir brauchen mehr attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für junge Familien, aber auch für die älteren Generationen, die sich viele Jahre in Voerde wohlgefühlt haben und nun altersgemäße, barrierefreie Wohnangebote brauchen. Insgesamt gilt es, den Generationenwechsel im Wohnungsbestand genauso zu fördern wie durch die Schaffung neuen Wohnraums.
  • Wir stehen vor der großen Aufgabe, weiterhin eine Vollversorgung mit Kita-Plätzen zu gewährleisten. 
  • Der Bereich der schulischen Bildung steht vor einem großen Umbruch. Mit der baulichen Sanierung der Comenius-Gesamtschule werden wir im kommenden Jahr über ein hochmodernes und attraktives Schulgebäude verfügen. Beide weiterführenden Schulen, wie auch unsere Grundschulen leisten eine hervorragende pädagogische Arbeit. Digitalisierung ist auch hier ein Stichwort, aber Corona hat uns gezeigt, dass wir Schule im Hinblick auf Lernen auf Distanz neu denken müssen. 
  • Insgesamt gilt es, den Breitbandausbau in Voerde massiv voranzutreiben. Erfreulicherweise konnten wir in der vergangenen Woche über ein großes Förderprogramm mit rd. 4,5 Mio. € für Voerde berichten, mit dessen Hilfe wir einen großen Teil der sogenannten weißen Flecken schließen können.
  • Die Planungen für das neue Kombibad an der Allee müssen konsequent fortgesetzt werden. Bis zur Fertigstellung gilt es mit Augenmaß die Betriebssicherheit von Hallenbad und Freibad sicherzustellen.
  • Diese und alle anderen Aufgaben erfordern eine leistungsstarke, moderne sowie service- und bürgerorientierte Verwaltung. Hier müssen wir uns bereits jetzt nicht verstecken, denn wir haben qualifizierte, motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Kampf um die guten Kräfte hat längst begonnen und hier müssen wir zielgerichtet Anreize schaffen, damit wir auch zukünftig unsere Aufgaben vollumfänglich, schnell und gut wahrnehmen können. 

Dies sind – wie gesagt – nur einige Aufgaben. 

Meine Damen und Herren,

die Wahlbeteiligung am 13. September von unter 53 % kann uns alle nicht zufrieden stellen. Gerade einmal 15.000 der rd. 30.000 stimmberechtigen Wählerinnen und Wähler haben von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. 

Die Prozentanteile in der Rats- und Bürgermeisterwahl müssten wir daher in unserer Bewertung eigentlich halbieren. 

Dies ist nicht nur ein Zeichen von allgemeiner Wahlmüdigkeit, sondern auch von Politikverdruss.

Diese Entwicklung darf uns nicht zufriedenstellen. Wir haben auch die gemeinsame Aufgabe, diejenigen mitzunehmen, die sich von inhaltlichen Diskussionen um kommunale Themen abgewendet haben, entweder, weil sie das Vertrauen in die Politik verloren haben, oder, weil sie in den etablierten Parteien keine Antworten auf ihre drängenden Fragen und Probleme finden. 

Einen wesentlichen Beitrag dazu können wir leisten, indem wir einen inhaltlich durchaus kontroversen und harten, aber immer an der Sache orientierten, konstruktiven und zielorientierten politischen Diskurs führen, in dem Voerde im Vordergrund steht. 

Die Bürgerinnen und Bürger erwarten genau dies. Andernfalls besteht die große Gefahr, dass sich immer mehr Menschen von politischen Themen abwenden bzw. politischen Strömungen zuwenden, die nur vordergründig das Wohl unseres Landes und unserer Stadt im Blick haben, denen es aber im Wesentlichen um die Aufweichung unserer Grundwerte geht. 

Wir werden auch weiterhin und vielleicht intensiver den unbequemen Weg gehen und uns den Diskussionen stellen müssen. Nur so können wir auch bei der Gruppe der Nichtwählerinnen und Nichtwähler das Interesse an den wichtigen Themen in unserer Stadt wecken und deren Vertrauen zurückgewinnen. 

Unsere Stadt Voerde hat – nicht zuletzt dank der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger – ein großes Potenzial. Ich erlebe seit 6 Jahren trotz der oben beschriebenen Tendenzen eine große Hilfsbereitschaft, ein solidarisches Miteinander und vor allem einen positiven Blick in die Zukunft. Und wichtig ist, dass sich die allermeisten Menschen in Voerde sehr wohl fühlen. 

Lassen Sie uns gemeinsam in den kommenden 5 Jahren für Voerde und die Bürgerinnen und Bürger arbeiten. 

Ich verspreche, dass ich – wie in den vergangenen 6 Jahren – die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger im Blick halten und mich für deren Belange einsetzen werde. 

Ich verspreche ebenso, mit allen Fraktionen im Rat der Stadt Voerde sowie mit Herrn Schmitz als Einzelvertreter der Linken parteiübergreifend zusammenzuarbeiten. 

In diesem Sinne freue ich mich sehr auf die nun kommenden 5 Jahre und danke Ihnen herzlich für die Aufmerksamkeit!