Kraftwerksgelände Voerde – darum geht es

Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1971 bildet das Kraftwerk eine weithin sichtbare Landmarke unserer Stadt. Mit der Stilllegung im Frühjahr 2017 wurde eine Nennleistung von rund 2200 MW vom Netz genommen.

vernünftige und zukunftsfähige Nachfolgenutzung

Nach Trockenlegung der Anlagen und Ausbau der verwertbaren technischen Komponenten ist sichtbar nicht mehr viel passiert. Eine Gesamtfläche von rund 60 ha wartet auf den Abriss und eine vernünftige und zukunftsfähige Nachfolgenutzung.

Die Eigentümer Steag und RWE haben sich frühzeitig gemeinsam mit der Stadt Voerde auf den Weg gemacht und mithilfe einer Machbarkeitsstudie Perspektiven für eine solche Nachfolgenutzung entwickelt. Die Ergebnisse wurden in einer Bürger Informationsveranstaltung am 7. November 2019 vorgestellt.

Hierbei wurde von den Bürgerinnen und Bürgern in einer interessanten und engagierten Diskussion der Wunsch bei äußert, neben einer Nutzung für gewerbliche Zwecke sowie für Gastronomie und Hotelbetrieb auch eine anteilige Wohnnutzung zu realisieren. Aufgrund der hervorragenden Lage direkt am Rhein und in mitten der wunderschönen Kulturlandschaft ist dies mehr als verständlich.

 

Kurz nach der Schließung des Werkes wurde vom Bund  im Kohleausstiegsgesetz der komplette Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Braunkohle – und Steinkohlekraftwerken beschlossen.

Im parallel dazu verabschiedeten  Struktur-Stärkungsgesetz sollen die Kraftwerksbetreiber finanziell entschädigt sowie die betroffenen Regionen in der Infrastrukturentwicklung gefördert werden. Diese Förderung soll dazu dienen, die mit der Schließung verloren gehenden Arbeitsplätze zu kompensieren.

Trotz meiner frühzeitigen Initiative in Richtung Landesregierung und Bundesregierung wurde hierbei der Kraftwerksstandort Voerde nicht berücksichtigt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war laut Bund die Tatsache, dass die Betreiber das Werk vor Inkrafttreten des Gesetzes aus rein wirtschaftlichen Gründen eigeninitiativ geschlossen haben. Dabei wird völlig verkannt, dass diese betriebswirtschaftliche Notwendigkeit auch durch Entscheidungen des Bundes in der Energiepolitik entstanden ist.

Damit geht der Standort Voerde in der Infrastrukturförderung leider leer aus. Damit erleidet der Standort Voerde im Vergleich zu anderen Kraftwerksstandorten erhebliche Standortnachteile.

In weiteren Gesprächen mit den zuständigen Ministerien des Landes werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Nachfolgenutzung des Geländes sowie der zuvor nötige Abriss der Altanlage positiv begleitet und unterstützt wird. Hierzu werden in den kommenden Monaten weitere Gespräche stattfinden.

Leider hat der Corona-Lockdown zeitnähere Gespräche verhindert.

Parallel dazu geht es natürlich auch mit den nächsten Schritten im Rahmen der Machbarkeitsstudie weiter. Es wurden bereits erste Gutachten in Auftrag gegeben, die für die Einleitung eines notwendigen Bauleitplanverfahrensnotwendig sind.

Da die Voerder Politik die Szenarien für eine zukünftige Nachfolgenutzung positiv beurteilt haben, wird nun die weitere Bauleitplanung auf die Entwicklung ausgerichtet. Dabei wird eine anteilige und angemessene Wohnnutzung berücksichtigt.

Aktuell wollen die Eigentümer Steag und RWE auch über die komplette Vermarktung des gesamten Geländes an einen Investor verhandeln, der dann selbst den Abriss und die neue Entwicklung vornimmt. Auch dies wurde in der Bürger Informationsveranstaltung als mögliche Strategie bereits vorgestellt.

Es bleibt zu hoffen, dass damit der Abriss der Anlagen beschleunigt werden kann, damit die  Potenziale der riesigen Fläche für die positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt genutzt werden können. Gleichzeitig sollen damit auch positive Impulse auf den gesamten Stadtteil  Möllen gesetzt werden.

Erfreuliche Nachrichten aber auch eine dringende Warnung

Im heutigen Video geht es – natürlich – wieder um Corona, diesmal aber wegen gesunkener Inzidenzzahlen mit erfreulichen Nachrichten.

Stromtrasse A-Nord – eine gute Entscheidung für Voerde

Die Bundesnetzagentur entscheidet laut ihrer heutigen Mitteilung für die Trassenführung durch Rees. Die Querung des Voerder Stadtgebietes durch eine weitere Leitungstrasse bleibt Voerde damit erspart!

Der Spielplatz am Haus Voerde ist eröffnet

Ich wünsche allen Kindern viel Spaß und natürlich auch den Eltern viel Vergnügen. Zahlreiche Sitzgelegenheiten, die noch durch zusätzliche Bäume verschattet werden sollen, laden zum Verweilen ein. Ein „Highlight“ ist auch das grüne Klassenzimmer hinter der Spielfläche.

Das Freibad ist eröffnet

Endlich ist es soweit: das Voerder Freibad hat die Schwimmsaison eröffnet. Danke an den Förderverein „Voerder Bäder e.V.“, der auch in diesem Jahr die Auswinterung wieder tatkräftig unterstützt hat, und der die Initiative für die Beantragung der Förderung der Geräte ergriffen hat.